Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das seine Toten bestattet. Vieles über die Kultur, das Leben und Arbeiten unserer Vorfahren wissen wir, weil Grabstätten beredtes Zeugnis darüber ablegen.

Grabmäler sind also auch Denkmäler. Denkmäler, die an Einzelne erinnern, in ihrer Vielfalt aber auch Teil unserer ganzen Geschichte sind.

Heute tritt das, was wir Friedhofskultur nennen, immer mehr in den Hintergrund. Die Zahl der anonymen Grabstätten nimmt stark zu. Der Ort der Erinnerung, die Verbindung der Lebenden mit den Toten, der Friedhof als Teil des Lebens - all dies scheint an Verbindlichkeit zu verlieren.

Wir wollen unseren Teil zu einer lebendigen Friedhofskultur beitragen, weil wir glauben, es braucht diesen Ort, es braucht diese Stimmung, damit wir Ruhe finden, freien Raum haben für unsere Gefühle  - ganz unabhängig davon, ob wir Hinterbliebene sind oder nicht.

Der Friedhof lebt von der Vergangenheit. Einer Vergangenheit, die oft viel zu früh, mit Ablaufen der so genannten Liegezeit, abgeräumt wird.

Damit nicht verloren geht, was gewesen ist, entsorgen wir die Grabmale nicht, sondern geben ihnen hinter unserer Werkstatt eine neue Heimat.

Sie sind eingeladen, sich dort umzusehen.